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Danke an alle Spieler und Helfer! Wir sehen uns 2018!

Autor Thema: TC3 - Review  (Gelesen 22102 mal)

Nalim

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Re: TC3 - Review
« Antwort #15 am: 30. Juni 2011, 21:16:22 »

Den Plot fand ich irre! Den Start im Bunker hatte ich erwartet, aber dass wir ausgerechnet in einer Klappse über Nacht absteigen würden fand ich ebenso genial wie die offenbar von Adm Cain sehr negativ beeinflusste Base Nimrod. Die Querverbindungen zur Serie fand ich super.

Ebenso natürlich die gesamten Details wie sich ändernde Türschilder, Warnschilder im Wald, die Antirad-Döschen,...

Schön fand ich das Zusammenspiel der Marines mit den Piloten und auch mit den Zivilisten hat sich immer wieder ein Spiel ergeben. Ich hatte den Eindruck dass jeder seine Rolle ernstnahm, was man z.B. bei der Ausrüstung gesehen hat (Thessaly, du hast einen Knall den schweren Werkzeugkoffer zu schleppen! ;D Und leider  ;) hatten die HG5 Marines andere Aufgaben als Träger zu sein...). Das Militärspiel fand ich für uns größtenteils Laien ziemlich gut, ich kann gerne noch mehr und "echter" bekommen - wie Dirk beim Bildergucken sagte dass man mir angesehen hat dass es mir Spaß gemacht hat einen Marine zu spielen... oh yeah!

Auch wenn die SL nichts dafür kann (wobei... wer weiß?  ;) ), das Wetter fand ich genial. Direkte Fortsetzung vom TC2.5 und bei Sommerwetter wäre ich absolut eingegangen komplett in schwarz. Da hätte vielleicht die Uniform vom No Six Vorteile gehabt...  ;D
Sehr schön fand ich an der Waldkante als der Sturm aufkam, dass es so umgemünzt wurde dass der Sturm nun es den Raidern unmöglich macht zu fliegen - sehr passend, sehr schön. Trotzdem war die Bedrohlungslage weiter aktuell.

Bei der Rückfahrt im Auto haben wir festgestellt, dass es bei fast 50 Personen niemanden gab wo man sagen müsste "der is OT doof", was verdammt selten ist. Leute, ihr seid ein verdammt netter Haufen!!! Und mir gefällt dass sich so viele mit ihren Ideen und Fähigkeiten einbringen und aus der Sache noch mehr wird, als es schon ist.

Persönliche Highlights hatte ich einige:
  • dass ich "das falsche Geschlecht, zur falschen Zeit, am falschen Ort" war als Taggart mir das Baby übergab hat für Frak gesorgt, denn mit Babys kann ich überhaupt nix anfangen
  • die Geschichte mit der suizidalen Krankenschwester fand ich eine tolle Idee (meine Verzweiflung war ausschließlich gespielt), gerne mehr davon
  • als Ms Hayes mir vom Tod meiner Schwester erzählte... durch Gedanken an meinen Bruder kam ich tatsächlich zum Weinen (IT) - bis die treusorgende Leto sich um mich gekümmert hat
  • und die Ansprache auf dem Hangardeck der Iason - überhaupt gerüstet mit den anderen Marines da runter ins Unbekannte, in den Krieg zu ziehen, rote Alarmbeleuchtung, Hintergrundgeräusche.... harhhhhh.... den Rücken runter lauf
  • und dann natürlich die Schlacht ("Wir woll'n die Tonspur hör'n, wir woll'n die Tonspur hör'n!)... HAMMER! Wie Talbot sich aufopfernd in der Schleuse in Stellung legt, wie wir zusammen gerade noch den Toaster vorm CIC ausschalten, wie JJ und ich gerade so dem Toaster (neuer Anlauf) vorm CIC von der Schippe springen und unten auf Deck 2 mit nur noch 12 Schuss zusammen schon mit unserem Tod durch herunterkommende Toaster rechnen als endlich das "time out" kommt...

Ich will wieder nach Picon!! Ähhh... ich glaub ich will ich lieber auf die Iason! Sofort!


DANKE! Danke euch allen für ein megageniales langes Wochenende! Ich hab 3 Tage gebraucht um wirklich wieder auf der Erde anzukommen.
« Letzte Änderung: 30. Juni 2011, 21:36:31 von Nalim »
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Athena

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Re: TC3 - Review
« Antwort #16 am: 02. Juli 2011, 16:42:13 »

Hi,

im nachhinein betrachtet war das der genialste Con, den ich je mitgemacht habe. Es war tierisch anstrengend, aber vielleicht hat das auch gerade einen Teil des Flairs ausgemacht. Weich gespült wäre der Con nur halb so schön gewesen und ich wäre furchtbar gern am zweiten Tag noch einmal die gesamten 12 km gelaufen. Aber es ging nicht mehr. Ich hatte meine Grenze erreicht.

Insofern gleich an dieser Stelle meinen Dank an die SL, die sich die Mühe mit den Härtegraden gemacht hat. Sie hatten ihre Berechtigung und es hätte sicherlich noch ein paar weitere Tote gegeben - ohne Härtegrade. Da dann wahrscheinlich einige auf der Strecke geblieben wären (ich z.B.). Vorschlag: Man hätte am ersten Tag alle "Weicheier" mit Minimalgepäck laufen lassen können. 

Ansonsten hat die SL uns "Weicheiern" viele Vergünstigungen gewährt: Wache war freiwillig, ebenso die Übernachtung im Schlafsaal. Wenn ich ich auch verwunderte Blicke geerntet habe, dass ich als "Weichei" die Gemeinschaftsdusche gewählt habe.  ;) Ich kann dazu nur sagen: Gemeinsam duschen verbindet.

Auch sonst war die SL immer da, wenn man sie brauchte und hat sich rührend um meinen Insektenstich gekümmert. Ganz spontan wurden Würstchen und Grill gekauft, um die Verlaufenen zu päppeln.

Der Plot war genial von Anfang bis Ende. Vom ersten Abend über die Nervenheilanstalt bis zur Nimrod-Basis. Hut ab auch vor allen NSCs, die alle ihre Rollen super gespielt haben. Auch beim Setting haben alle Teilchen gepasst, vom Tablettenröhrchen über die EPAs bis zu den Türschildern, den Zylonen und unserem "Schiff" (=Bunker). Ganz großes Kino. Super Idee auch, die JHB zu drei verschiedenen Settings zu nutzen. Nur an den Raiderangriffen könnte man noch feilen (Böller o.ä. plus das Mobile vielleicht).

Das Essen war reichlich und super lecker. Ein Lob an den Koch, der gerne immer wieder spontan einspringen darf.  ;)

Als letztes mein Dank an meine Mitspieler. Ich habe nur ein oder zwei von euch bei der SFO im November letzten Jahres kennen gelernt und das nur vage. Aber noch nie habe ich mich so aufgenommen gefühlt wie hier bei diesem Con. Ihr wart klasse und ich freue mich darauf, euch alle nächstes Jahr wieder zu sehen. Wenn ich auch irgendwie ein bisschen Angst davor habe, dass dieser Con eigentlich nicht zu toppen ist.

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Leto

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Re: TC3 - Review
« Antwort #17 am: 02. Juli 2011, 20:35:14 »

Fotoooooos? *lieb schau*
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Jörg

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Re: TC3 - Review
« Antwort #18 am: 02. Juli 2011, 21:02:24 »

sind in Arbeit
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Florian

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Re: TC3 - Review
« Antwort #19 am: 02. Juli 2011, 23:50:14 »

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Genauso wie mein wohl mal wieder umfangreicher Conbericht. Ich tippe, ich tippe... ;) Hoffentlich ist er morgen fertig.

Schreibt hier sonst eigentlich niemand ein Review, das auch für Nicht-Teilnehmer verständlich ist?
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Tobias

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Re: TC3 - Review
« Antwort #20 am: 03. Juli 2011, 13:56:53 »

sind in Arbeit

Wenn gewünscht, würde ich anbieten die Fotos in Ihrer Gesamtheit (natürlich ähnlich wie beim SFO zugangs- und passwortgeschützt) auf meinem Server zum Download bereit zu stellen.
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Caitlin

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Re: TC3 - Review
« Antwort #21 am: 03. Juli 2011, 13:58:37 »

*wünsch!*  ;D
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Re: TC3 - Review
« Antwort #22 am: 03. Juli 2011, 14:02:13 »

Ja bitte :)
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Boogeyman

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Re: TC3 - Review
« Antwort #23 am: 03. Juli 2011, 17:03:44 »

Das wär super!  :)
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Nalim

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Re: TC3 - Review
« Antwort #24 am: 03. Juli 2011, 17:05:25 »

Würde mich ebenfalls freuen!  :)
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Mac

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Re: TC3 - Review
« Antwort #25 am: 03. Juli 2011, 19:50:40 »

Dito!!!!  :)
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Askahain

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Re: TC3 - Review
« Antwort #26 am: 04. Juli 2011, 10:56:49 »

Dafür !
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Florian

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Re: TC3 - Review
« Antwort #27 am: 04. Juli 2011, 12:00:08 »

So, hier ist er endlich, mein ausführlicher Con-Bericht in zwei Teilen ("Beitrag hat die max. Länge erreicht (20000 Zeichen)"):

Twelve Colonies 3 – Nothing Left To Lose


1. Die Eckdaten

Vom 23. bis 26. Juni (Donnerstag abend bis Samstag nacht) 2011 im Haus Donnerskopf in Butzbach, veranstaltet vom Starfleet Operations e.V. - mehr über das gesamte LARP-Projekt ist unter http://www.twelve-colonies.de zu erfahren!


2. Das Vorfeld

Ich wurde noch in quasi letzter Minute vor dem Ausgebucht-Status des Cons (Ende Januar!) wieder in der Rolle des Councilman Florentius Demeter von Aerilon (siehe Bericht vom TC 2, ebenfalls unter Punkt 2.) eingeladen, was mich dann doch ein klein wenig stolz machte. Offenbar hatte das Konzept „ins Schwarze getroffen“ und wurde wieder gewünscht. Leider konnte die Demeter-Delegation nur zu zwei Dritteln aufschlagen (meine Frau als die persönliche Assistentin Thenia Reese und ich), aber dafür ist der Darsteller des dritten Drittels kurz zuvor Vater geworden. :-)
Da die Con-Ankündigung viel Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter und einen Plot dem man nicht entkommen konnte androhte, deckten wir uns mit BSG-tauglichen und widerstandsfähigen Uniformteilen (olivgrüne BDU-Hose, schwarze Stiefel) ein, die wir dann IT bekommen sollten. Das war eine gute Entscheidung...


3. Der Spielort

Das mir seit dem Vorgänger nun schon bekannte Haus Donnerskopf stellte im Verlauf des Cons drei verschiedene Einrichtungen dar: Die bereits auf TC2 bespielte Colonial Forces Academy (CFA) Picon, das Psychiatrische Krankenhaus Askalim und die geheime Colonial Forces Base (CFB) Nimrod. Für jede „Rolle“, die die Location „spielte“, wurde die Deko innen und außen (Flaggen, Schilder, Plakate) komplett und sehr detailreich geändert. Die meiste Zeit wurde aber in den Wäldern der Umgebung gespielt.


4. Die Story

Beim Angriff der Cylonen auf die Zwölf Kolonien von Kobol, mit dessen Beginn der Vorgänger TC2 als Cliffhanger endete, wird die CFA Picon von direkten Treffern verschont. Die Überlebenden, Militärs und anwesende Zivilisten, machen sich in Ungewißheit über das Ausmaß des Überfalls auf einen langen Marsch durch die verstrahlten und von Centurios patrouillierten Wälder von Picon, um eine geheime Militärbasis zu finden, bei der sich ein Raumschiff mit FTL-Antrieb befinden soll. Dabei treffen sie auf Cylonen, von Cylonen massakrierte Menschen, ein vom Personal verlassenes, aber noch von den Patienten bewohntes psychiatrisches Krankenhaus und eine von Hillbillies besetzte Hütte. Schließlich erreichen sie die CFB Nimrod, deren Kommandant jedoch ganz eigene Ziele mit dem dort stationierten Raumschiff verfolgt...


5. Der Ablauf

10-9-8-7-6-5-4-3-2-1-SPRUNG! Der experimentelle Colonial Fleet Defender (CFD) IASON springt aus dem unterirdischen Bunker der CFB Nimrod ins Ungewisse, an Bord die Überlebenden des langen Marsches, des Aufstandes gegen Admiral Custon und des Cylonen-Sturms auf den Bunker. Time-Out. Cliffhanger.

Bis dahin war es im wahrsten Sinne der Worte ein langer Marsch. Ich war nach einem LARP noch nie so körperlich fertig. Am Freitag und Samstag wurden wohl jeweils zwölf Kilometer marschiert – mit vollem Gepäck, Verpflegung, Wasser und besonders am Freitag hauptsächlich durch Unterholz, über Steigungen und Abhänge, bei dichtem Regen und heißem Sonnenschein, regelmäßig unterbrochen von Centurio- und Raider-Sichtungen sowie Laufschritt und Verharren in Deckung. Es war hart und ich gebe zu, beinahe an meine persönliche Grenze der körperlichen Belastbarkeit im Wohlfühl-Bereich gekommen zu sein. Aber es hat sich gelohnt.

Die Handlung setzte am Donnerstag sechs Stunden nach dem Cliffhanger vom TC2 ein: Wir befanden uns im separaten Bunker der CFA Picon und jeder ging auf seine Art mit der Ungewißheit und dem Warten um: Pflichterfüllung, Ablenkung, Zynismus. Als Colonel Tider, der CO der Akademie, die ersten erschreckenden Verlustmeldungen bekanntgab, faßte ich ich mir ein Herz und bat um ein Gespräch. Wie befürchtet war die Lage katastrophal: Weder zum Oberkommando noch zu den übrigen Kolonien gab es irgendwelche Verbindungen. Doch der Colonel hatte einen Plan: Er wüßte von einer nahe gelegenen geheimen Einrichtung der Kolonialen Streitkräfte, in der sich in einer unterirdischen Anlage ein experimentelles Raumschiff befinden sollte, mit dem man den Planeten verlassen könnte. Am nächsten Morgen wollte er um 0800h mit allen Überlebenden der Akademie dorthin aufbrechen. Ein Hoffnungsschimmer, den ich gegenüber den informationshungrigen Zivilpersonen durchblicken ließ, nachdem wir zwischenzeitlich wieder in den Schutzraum des Akademiegebäudes zurückgebracht wurden und weitere Überlebende eintrafen.

Am nächsten Morgen klingelte unser Wecker um 0600h, da wir frühzeitig abmarschbereit sein wollten. Eine weise Entscheidung, denn schon kurz darauf hieß es: „ALARM! Abmarsch in 15 Minuten! Cylonen sind auf dem Weg hierher!“. Wir brachten das Kunststück fertig, tatsächlich nach einer Viertelstunde geduscht, angezogen (in Teiluniform) und mit vollem Gepäck (hauptsächlich bestehend aus unserer Zivilkleidung) vor der Tür zu stehen, wo sich für LARP-Verhältnisse ungewöhnlich schön dymamisch auch die übrigen Überlebenden sammelten. Schließlich ging es gegen 0630h in zwei Gruppen auf den Weg. Marschieren, Tragen und eher wenig Kommunikation untereinander machten in der Folge einen Großteil der Zeit aus. Ich kann verstehen, daß insbesondere einige der Zivilisten-Spieler, die im Gegensatz zu den Militärs nicht mit „sichern, spähen, berichten“ beschäftigt waren, dies als „zu wenig“ beurteilt haben (zumal die Zivilisten mit zwei Kisten das schwerste und sperrigste Gepäck zu tragen hatten), aber ich selbst empfand gerade diese „Ruhe im Sturm“, das „Kopfkino“, die Art von kollektiver „Schicksalsergebenheit“ als unglaublich dicht und stimmungsvoll. Außerdem gab es meines Erachtens genug Ereignisse, um den Marsch angemessen im Gefühl der herrschenden Bedrohung wahrnehmen zu können: Nach einer kurzen Rast mit Frühstück erreichte der Flüchtlingszug den Waldrand, wieder wurden Späher ausgeschickt. Und dann kam die Meldung, die ich schon die ganze Zeit erwartet, ja fast herbeigesehnt hatte: „TOASTER! ZWEI STÜCK!“. Was würde da wohl OT zu sehen bzw. dargestellt sein? Als dann bei strahlendem Sonnenschein zwei chromglänzende Kreaturen um die Ecke bogen, die verdächtig nach ihren Serienvorbildern aussahen, hatte ich OT tatsächlich sowas wie Angst und wäre bei meiner Flucht beinahe in Panik gegen einen Baum gelaufen. Ganz großes Kino! Unsere tapferen Militärs richteten gegen die Centurios zunächst nicht viel aus und erst beim Rückzugsgefecht im Wald konnte der Gegner wohl mithilfe einer Selbstzerstörung vernichtet werden. Aber das bekam ich nur am Rande mit und half schließlich bei der Evakuierung der Verletzten.

Zu diesem Zeitpunkt begann das erfreuliche „Zusammenwachsen“ von militärischem und zivilem „Führungspersonal“. Gemeinsam mit Colonel Tider (SL), Major McNamara und den Lieutenants Hayes (SL) und Tycho hatte ich nach dem Gefecht die erste „Lagebesprechung“, von denen es im Verlauf des Cons noch so einige geben sollte. Es war schön, mal nicht den leider allzu oft üblichen kollektiven „LARP-Stuhlkreis“ zu haben, sondern wirklich mit Hierarchien zu spielen, Informationen zu kanalisieren und schwere Entscheidungen im Stillen zu treffen. Und die Sichtung einer blonden Frau im rotem Kleid, die bei einem Rückzugsgefecht an der Akademie den angreifenden Centurios Befehle erteilte, war definitiv nichts, was mehr Personen als unbedingt notwendig bekannt sein sollte... Es stellte die Anwesenden übrigens vor eine echte Herausforderung, daraus IT irgendwelche sinnvollen Schlüsse zu ziehen, die NICHT auf das OT ohnehin Bekannte hinausliefen. ;-)

Als dann der Regen einsetzte und man die Bilder aus Staffel 1 mit dem veränderten Untertitel „Cylon-occupied Picon“ vor dem inneren Auge hatte, die Strahlungsprophylaxe eingenommen wurde (was über den gesamten Con-Verlauf immer wieder regelmäßig geschah) und die Verletzten wieder marschfähig waren, setzte sich die kleine Schicksalsgemeinschaft in Bewegung und traf auf eine Szenerie, die das wahre Gesicht dieses Krieges zeigte: An einer Wegkreuzung lagen in einem Bachbett mehrere tote und schwer verletzte Menschen, um sie herum waren Gegenstände verteilt, darunter auch ein Teddybär. Der blutbefleckte Teddybär. In elf Jahren LARP hat mich noch nie eine Spielsituation so gerührt, daß mir tatsächlich die Tränen kamen. Aber als meine Assistentin den Teddybär aufhob und ihn minutenlang anstarrte, war es dann soweit. Die Verzweiflung der Helfer und Colonel Tiders Bitte um eine Entscheidung angesichts einer todgeweihten Patientin machten es nicht besser und mehr als ein „Bringen Sie es zuende“ konnte ich dann auch nicht mehr herausbringen. Für solche Momente mache ich LARP.

Die Suche nach dem mutmaßlich noch lebenden Kind, an der der auch ich mich beteiligte, verlief leider negativ und nach insgesamt zwölf Stunden Marsch mit längerer Rast an einer Waldhütte,  Cylonen-Beschuß auf offenem Feld und dem Einsammeln weiterer Überlebender erreichten wir gegen 1900h unser erstes Etappenziel, das sich als psychiatrisches Krankenhaus herausstellte. Das Personal hatte seine Patienten offenbar im Stich gelassen und so nahmen wir uns ihrer an, schlugen unser Lager auf und brachten etwas Ordnung in das Chaos. Eine Art „provisorischer Rat“, bestehend aus dem ranghöchsten Offizier Major McNamara (Colonel Tider war mit einem Voraustrupp weiter in Richtung Ziel marschiert), den Lieutenants Hayes und Tycho, der Staatsanwältin Hayes (Schwester von Lt. Hayes) und mir, übernahm das Kommando, entschied über die Behandlung der Insassen und mußte sich schließlich auch noch mit einem Mordvorwurf gegen den mit uns reisenden Tauroner Leon Psathas auseinandersetzen: Eine Patientin beschuldigte ihn, ihren Mann ermordet zu haben. Die zunächst glaubhaften Vorwürfe führten dazu, daß wir tatsächlich Rechtsstaat spielten. Eben Ordnung im Chaos schafften, einfach so weitermachten wie immer. Daher fand ich es einerseits fast schade, daß meiner Vereidigung zum Richter nicht zumindest noch eine schön cinematische Anhörung im Law&Order-Stil folgte, andererseits waren die Patienten schon Herausforderung genug: Der „Leiter der Einrichtung“ ließ sich recht einfach als Insasse „enttarnen“, aber beim „Admiral“ war der gesamte provisorische Rat von seiner „Echtheit“ überzeugt, was sicherlich in nicht unerheblichem Maße an der Uniform lag. Es war vorgesehen, IT wie OT gemeinsam im Speisesaal der Einrichtung zu nächtigen, aber da es am nächsten Morgen schon wieder früh weitergehen und ich auch noch die Nachtwache ab 0600h übernehmen sollte, ging ich doch gegen 2100h aufs Zimmer und lehnte schweren Herzens sogar das Angebot ab, nochmal für einen Traum, der beim Vorgänger eines meiner Highlights war, geweckt zu werden. Ich war einfach fertig und hundemüde.

Am Samstag morgen ging es dann doch erst gegen 0900h in zwei Gruppen los. Meine Assistentin und die sagittarische Bardame Leto Quidam hatten sich noch tags zuvor um die Trinkwasser- und Lebensmittelversorgung gekümmert und so blieb endlich keine sperrige Kiste mehr zu schleppen, denn jeder trug sein Versorgungspaket diesmal bei sich. Die Vorbereitungen des Abmarsches zogen sich leider ziemlich in die Länge, die Dynamik vom Vortag fehlte merklich, was sicherlich IT auch  an den schutzlosen Patienten lag, die wir natürlich mitnahmen. Unterwegs begegneten wir einem kleinen kolonialen Entsatztrupp, der auf dem Weg zur gerade von uns verlassenen Klinik war und dem wir die Insassen übergeben konnten. Unser Weg führte uns diesmal mehr über befestigte Wege, so daß wir ziemlich schnell voran kamen. Zu schnell, wie es dann irgendwann OT durchsickerte, so daß wir längere Pausen einlegen mußten. Nach einer weiteren Cylonen-Begegnung mit Flucht und Verstecken im Unterholz erreichten wir den Rendezvous-Punkt, an dem wir uns mit unserer zweiten Gruppe treffen sollten (OT wurden diese Spieler dorthin gefahren, man konnte je nach gewünschtem „Härtegrad“ wählen, ob man mitmarschieren wollte). Zwischenzeitlich war unser militärischer Befehlshaber Major McNamara von den Lieutenants Hayes und Tycho de facto seines Kommandos enthoben worden, so daß die nun folgende Krise unter neuer Führung „bewältigt“ wurde: Die am Treffort aufgefundene Hütte, in der wir Rast machen wollten, war von einer Familie Einheimischer bewohnt, die uns mit der Androhung von Waffengewalt an einer Annäherung hinderte. Lieutenant Tycho bat mich, als Unterhändler zu fungieren. Nachdem ich es im Guten versuchte und ausdrücklich unseren Schutz anbot, erklärte ich die Verhandlungen als gescheitert und empfahl eine Stürmung. Was dann passierte, hätte ich angesichts des bisher gut funktionierenden Hierarchie-Spiels nicht erwartet: Das könnte man doch nicht tun, es seien schließlich Menschen, man müßte doch länger verhandeln und überhaupt sei das Gelände ja vielleicht wirklich ihr Privatbesitz usw. usf. Da war er dann leider doch wieder, der LARP-Stuhlkreis. Ich verabschiedete mich von der Verhandlungsfront und bemerkte dann, welche Wirkung die Unentschlossenheit des Militärs, deren offenes Verhandeln auf Augenhöhe mit mutmaßlichen Marodeuren, „beim Volk“ folgerichtig auslöste: Unverständnis und Autoritätsverlust. Als dann sogar die Übergabe von uns unbewaffneten Zivilisten diskutiert wurde, entschied ich mich trotz der unschönen Spielsituation wieder zur Intervention. Zusammen mit einigen besonnenen Militärs konnte dann zumindest erreicht werden, daß wir das Objekt einfach umgingen und der unwürdigen Szenerie damit ein Ende bereiteten, bevor die staatliche Autorität, deren Überbleibsel wir darstellten, vollends verloren ging. Daß wir die Hillbillies damit ganz sicher dem Tod überließen, statt bei einer Einnahme zumindest noch ein paar von ihnen zu retten, schien den wenigsten bewußt zu sein. Schade, hier wurde von uns Spielern eine schöne Vorlage für eine schwere Entscheidung einer unschönen und meines Erachtens völlig unpassenden LARP-UNO-Juristerei geopfert.

Wir suchten einen alternativen Rastplatz und fanden ihn in Form eines Tunnels unter einer Eisenbahnstrecke. Nicht so schön wie die Hütte, aber trocken. Das OT-Angebot der SL, im Einzelfall trotzdem die Hütte zum Aufwärmen zu nutzen, war völlig in Ordnung. Warum dann aber, nachdem nur EIN Spieler dieses Angebot annehmen wollte, plötzlich ALLE Spieler dorthin gehen sollten, verstehe ich immer noch nicht. Die Folge war natürlich eine kollektive OT-Blase, das Spiel wurde komplett unterbrochen. Ich gebe zu, ziemlich angefressen gewesen zu sein und war definitiv nicht der einzige. Allerdings blieb diese Situation natürlich der SL nicht verborgen und es wurde das Gespräch mit den Spielern gesucht. Meine Anregung, als Notlösung allgemein zu verkünden, daß wir IT einfach eine andere Hütte gefunden haben, wurde dann auch schnell umgesetzt, so daß man zügig wieder ins Spiel kam. Trotzdem: Sowas bitte nicht noch einmal, das ist einfach unnötig. Wir sind alle erwachsen genug, um selbst zu entscheiden wo wir rasten. Und den unkomfortablen Tunnel hatten wir uns mit der vorangegangenen Szene wirklich verdient...

Zurück im Spiel wurde in einer weiteren Lagesprechung die „Hütten-Situation“ noch einmal IT thematisiert, ich entschied mich dann initiativ dazu, „beim Volk“ das verloren gegangene Vertrauen in die Führung zurückzugewinnen. Und ich hoffe, mein kleiner Vortrag in Sachen Staatsräson war für die Militärs erhellend. ;-) Unser Abmarsch wurde durch das Auftauchen einer Cylonen-Patrouille arg beschleunigt, die Verfolgungsjagd war die längste und anstrengendste, aber auch spannendste des Cons. Nachdem wir den Centurios wieder einmal entkommen waren, erwischte uns doch noch ein Luftangriff cylonischer Raider. Gut, es war eine Telling-Attacke und so etwas simples wie ein oder zwei gezündete Böller hätten die Szene definitiv aufgewertet, aber es war schön, so kurz vor dem Ziel doch noch erwischt zu werden und auf der letzten Etappe des Weges einfach mal zusammenklappen zu können.

Schließlich war es soweit: Wir erreichten die CFB Nimrod, wurden von den Untergebenen des CO Admiral Custon freundlich empfangen, bekamen warmes Essen und heiße Duschen. Nur unseren Colonel Tider, der ja bereits eingetroffen sein mußte, konnten wir nicht finden. Er sei im Bunker und nicht zu sprechen. Ich gab mich damit zufrieden, es würde schon alles seine Richtigkeit haben. Als dann „unsere“ Miltärs entwaffnet wurden, der Admiral nur ausgewählte, direkt militärisch nutzbare Zivilisten vorlud und das Gerücht umging, er sein ein glühender Verehrer einer gewissen Admiralin Helena Cain, entwickelte sich sehr schnell eine allgemeine Besorgnis: Offenbar hatte der Admiral Pläne, die nicht mit seinem Diensteid in Einklang zu bringen waren. Meuterei lag in der Luft, geheime Waffendepots wurden angelegt, Verschwörergruppen trafen sich und planten den Aufstand. Den endgültigen Auslöser bildete die Festnahme des schon tags zuvor mit Vorwürfen konfrontierten Leon Psathas durch die örtlichen Truppen wegen des Verdachts der Bestechung eines Kolonialoffiziers. Staatsanwältin Hayes wurde gebeten, im Bunker die Vernehmung des Verdächtigen durchzuführen, meine Assistentin schaffte es, sich als Schreibkraft ebenfalls anzuschließen. Der Bericht, den sie nach ihrer Rückkehr erstatteten, war erschreckend: Psathas saß zusammen mit unserem Colonel Tider und der schon vor den Angriffen vermißten Commander Reed, der CO der CFA Picon, in der Brig des tatsächlich im Bunker vorhandenen Raumschiffes. Zwischenzeitlich waren „unsere“ Marines wieder vom Admiral bewaffnet und in den Bunker bzw. das Schiff abkommandiert worden. Es war Zeit, endlich loszuschlagen. Die Übernahme des Schiffes, des CFD IASON, verlief wohl ohne größere Probleme, im Hauptgebäude entbrannte jedoch ein Kampf, der nicht nur den Admiral und seinen XO, sondern auch Major McNamara und Lieutenant Tycho das Leben kostete. Zu diesem Zeitpunkt war ich aber bereits an Bord der IASON, in der Dunkelheit oder Rotlicht herrschte und Triebwerksgeräusche durch die Gänge hallten. Commander Reed und Colonel Tider waren befreit, jetzt mußten wir nur noch den Sprung wagen. Leider fehlte uns der FTL-Schlüssel und so machte sich ein Trupp zurück ins Hauptgebäude, um diesen zu bergen. Nachdem ein Gegenangriff der letzten Getreuen des Admirals zurückgeschlagen war, hatten offenbar Cylonen die Basis erreicht und drangen in das Schiff ein. Im Durcheinander von Feuergefechten in den engen, dunklen Gängen verschanzten sich meine Assistentin und ich zusammen mit den Kommandeuren und FTL-Technikern im CIC. Befehle wurden gebrüllt, Stimmen überschlugen sich, Commander Reed schrie: „Springen Sie - das ist ein Befehl!“ … 10-9-8-7-6-5-4-3-2 -1-SPRUNG.

Spielende war Samstag gegen 2300h. Den Cliffhanger finde ich fast noch spannender als beim letzten Mal und bin wieder sehr gespannt wie es im nächsten Jahr weiter geht.
« Letzte Änderung: 04. Juli 2011, 12:35:06 von Florian »
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Florian

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Re: TC3 - Review
« Antwort #28 am: 04. Juli 2011, 12:05:22 »

6. Die Vorschläge

Insgesamt kann ich nur sagen, daß das Gesamtkonzept einfach stimmt: Die Geschichte orientiert sich merklich und mit Wiedererkennungswert am Serienvorbild, hält sich aber nicht unbedingt sklavisch daran. Beim letzten Mal war es mir egal wie die Kampagne weitergeht, mittlerweile hoffe ich aber, daß die Organisatoren den Mut aufbringen, eine „eigene“ Geschichte im BSG-Universum zu erzählen, den Kanon der Serie zu verlassen und den „Defender IASON“ zum Namensgeber und Mittelpunkt der Suche nach der Erde machen. Das Potential und notwendige Engagement dazu ist in der Spielerschaft zweifellos vorhanden und ein solches Spiel dürfte deutlich mehr Spaß machen als die Beschränkung, nur ein Appendix der Kanonflotte zu sein.

Eine Kampagne lebt aber, genauso wie jede Serie, von wiederkehrenden Protagonisten und ihren wachsenden Beziehungen untereinander. Im LARP sind alle Charaktere irgendwie Protagonisten und ich halte die Formel „mehr Charaktertode = mehr 'Realismus'- bzw. Bedrohungsgefühl“ sowohl im Grundsatz für falsch als auch im besonderen schädlich für das Spielerlebnis in einer Kampagne. Nicht nur für die direkt Betroffenen, sondern auch für ihre Mitspieler, denen damit Spielpartner und die Fortsetzung gemeinsam begonnener Geschichten genommen werden. Ich wiederhole meinen Appell von der Abschlußbesprechung und rege an, derart weitreichende Entscheidungen allein den Darstellern zu überlassen. Denn die wissen am besten, was ihre Figuren noch vorhaben oder andere Darsteller mit ihnen spielen möchten. Um Gefahr, Hoffnungslosigkeit und Trauer darzustellen gibt es doch elegantere Wege als „abgelegte“ Spielfiguren: Selbst 20 SL- oder zufallsbestimmte Charaktertode hätten auf diesem Con nicht ansatzweise das bei mir ausgelöst, was allein ein blutbefleckter Teddybär zur richtigen Zeit am richtigen Ort geschafft hat...

Alternativ, und damit nehme ich Bezug auf das gewünschte Feedback zum neu eingeführten „Verwundungssystem“, sind aber natürlich auch Spielstil-Mischformen denkbar. Zur Erklärung: Jeder Spieler sollte ein undurchsichtiges Röhrchen mit farbigen Kugeln bekommen, aus dem im Falle einer Verwundung eines gezogen und in ein durchsichtiges Röhrchen gesteckt werden mußte, damit Medic-Spieler ohne Nachfrage den Grad der Verwundung erkennen konnten. Auf ausgeteilten Referenzkarten waren den Farben Ergebnisse von „nichts passiert“ bis „tot“ zugeordnet, mittels eines Würfels konnte das Ergebnis zudem noch spezifiziert werden. Ich habe etwas sparsam geschaut und hielt das für zuviel Pen-and-Paper-Spiel, aber nicht wenigen Spielern schien dieses Zufallselement gefallen zu haben. Mein Vorschlag an die Organisatoren: Macht daraus einfach ein optionales Modell: Fragt neben den gewünschten physischen und pychischen Härtegraden noch ab, ob der Spielstil „realistisch/zufallsbestimmt“ oder „cinematisch/selbstbestimmt“ gewünscht ist und schon können alle glücklich sein. Die „Realisten“ kriegen ihr Röhrchen und dürfen zittern, die Cinematik-Fans können entspannt spielen. Ja, das funktioniert bestimmt. Ich hatte auf dem gesamten Con durch Zufall(!) nie ein Röhrchen und meine Lösung des selbstbestimmten Spiels schien niemandes zufallsbestimmtes Spielerlebnis gestört zu haben. Den Praxistest hat das Modell also schon bestanden.

Beim von mir wahrgenommenen Hierarchie-Spiel des Militärs hatte ich ein wenig den Eindruck, daß es einerseits immer mal wieder „zu viele Häuptlinge, zu wenige Indianer“ gab und andererseits manchmal kaum ein Häuptling mit Mut zur Entscheidung aufzutreiben war. Das ist nicht böse gemeint, sondern meines Erachtens schlicht das Ergebnis einer hohen Offiziersdichte mit kaum bis gar nicht abgesteckten Aufgabenbereichen. Es könnte hilfreich sein, Offiziere gezielt zu Adjutanten/Ordonnanzen mit Entscheidungsgewalt zu machen und/oder Spielercharaktere generell mehr mit abgestuften, höheren Rängen zu betrauen, statt dies SL-Figuren übernehmen zu lassen. Ich finde es einfach schade, daß bei konkreten Anfragen immer bis nach „ganz oben“ verwiesen wurde und niemand entscheiden wollte, in Krisensituationen aber alle, die auch nur ansatzweise etwas zu sagen hatten, munter durcheinander diskutierten und entschieden.


7. Die Schlußworte

Vielen Dank an die Orga/SL und alle anderen Teilnehmer für ein wieder großartiges interaktives Battlestar-Galactica-Kino, diesmal mit mehr Action und mehr Drama!
Vielen Dank an die Orga/SL für den ganzen getriebenen Aufwand und die vielen kleinen BSG-Details in Ausstattung und Story!
Vielen Dank an die NSCs für das Tragen der Cylonen-Kostüme, die Rollen der Psychiatrie-Patienten, eine ausdauernde Leichen-Darstellung und alles andere!
Vielen Dank an die Küche für die umfassende Versorgung!
Vielen Dank an Colonel Tider, Major McNamara, Lieutenant Tycho und Lieutenant Hayes für das gemeinsame Führungsspiel!
Vielen Dank an die Staatsanwältin Cathleen Hayes für eine Bürokratin mit Herz und dem Blick für das Wesentliche sowie das Abholen vom Bahnhof!
Vielen Dank an Leto Quidam für das Logistik-Spiel, die Gefühlsausbrüche und ein Gesicht, in dem sich stets das gesammelte Leid der Zwölf Kolonien widerzuspiegeln schien!
Vielen Dank an Leon Psathas für einen so undurchsichtigen wie verläßlichen Tauroner mit dem Sinn für pragmatische Lösungen!
Vielen Dank an Cyperian Eldar und Dr. Neville für die beiden fachsimpelnden Tech-Nerds und das Spiel mit dem FTL-Antrieb beim Finale!
Vielen Dank an Gunnery Sergeant Taggart für die Schutzweste und die Wortklaubereien!
Vielen Dank an Gunnery Sergeant Tamar für den fürsorglichsten Militär und das Bringen zum Bahnhof!
Vielen Dank an Corporal Drake für das Versorgen der OT-Wunden, das Entfernen der Zecken und Feststellen meines Samstags-Rekordes – sechs der Biester auf einen Streich!
Vielen Dank an Lieutenant Lerner für einen couragierten Offizier in der „Hütten-Krise“!
Vielen Dank an Iphigenie und Mike Orestes für den „tauronischen Klüngel“, die Vereidigung und schließlich doch noch einen irgendwie gemeinsamen Nenner!
Vielen Dank an Private Ursula Parker für „Ich habe Sie gewählt“!
Und natürlich vielen Dank an Mr Councilman's Assistentin Thenia Reese für alles!
Außerdem noch vielen Dank an alle, die diesen eigentlich viel zu langen Bericht bis hierher durchgelesen haben!

Der Teddybär hat bei uns einen Ehrenplatz bekommen und wir werden ihn beim nächsten Mal ganz bestimmt wieder dabei haben!

Und für alle Gefallenen hier das Thema, das ich schon den ganzen Con über im Ohr hatte (wer die dritte BSG-Serienstaffel noch nicht gesehen hat: Titel enthält Spoiler!): Opfergang
« Letzte Änderung: 04. Juli 2011, 12:35:32 von Florian »
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Florian

  • Gast
Re: TC3 - Review
« Antwort #29 am: 04. Juli 2011, 13:09:13 »

Der Con-Bericht ist jetzt außerdem noch bei LARPer veröffentlicht.

EDIT: "Gepostet am 4. Juli" ;D
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